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Gesundheit & Genetik

Verantwortung beginnt vor dem ersten Wurf.

Gesundheit lässt sich nie garantieren. Aber Risiken lassen sich erkennen, Verpaarungen fundierter planen und Entscheidungen transparent dokumentieren.

  • Laborbasierte Befunde
  • Rassespezifische Auswahl
  • Einsehbare Unterlagen
DNA-Doppelhelix aus 30 BasenpaarenSie zeigt den Aufbau der Erbinformation – die Grundlage für Gentests auf HCM, PKD und weitere Erbkrankheiten.Ziehen zum Drehen
PDB 5LEJ ↗

Was sichtbar werden kann

Nicht möglichst viel testen. Sondern das Richtige.

Jeder Laborwert beantwortet eine konkrete Frage. Entscheidend ist, was er tatsächlich aussagt – und wo seine Grenzen liegen.

01 · HERZ

Hypertrophe Kardiomyopathie

HCM

Für Ragdolls ist eine rassespezifische Variante im MYBPC3-Gen bekannt. Der DNA-Test kann zeigen, ob die Variante R820W nicht, einmal oder zweimal vorliegt – eine wichtige Information für die Auswahl einer Verpaarung.

Was das Ergebnis bedeutet

Der Test erfasst diese bekannte Ragdoll-Variante, aber nicht jede mögliche Ursache einer Herzerkrankung. Ein negatives Ergebnis ist deshalb keine lebenslange HCM-Garantie.

02 · NIERE

Polyzystische Nierenerkrankung

PKD

PKD1 ist eine vererbbare Erkrankung, bei der sich Zysten in den Nieren bilden können. Ein Gentest sucht nach der bekannten PKD1-Variante und hilft, genetisch belastete Verpaarungen zu vermeiden.

Was das Ergebnis bedeutet

Ein PKD1-Test ist kein allgemeiner Nierencheck. Organfunktion und andere Nierenerkrankungen werden tierärztlich mit eigenen Verfahren beurteilt.

03 · GENETIK

Rassespezifisch statt wahllos

Erbkrankheiten

Nicht jede Mutation ist für jede Rasse gleich relevant. Deshalb werden bekannte Varianten passend zu Rasse, Abstammung und individuellem Befund ausgewählt und nicht einfach als beliebige Maximal-Liste abgehakt.

Was das Ergebnis bedeutet

Ein Panel kann nur Varianten erkennen, nach denen es gezielt sucht. Es schließt unbekannte oder nicht genetisch bedingte Erkrankungen nicht aus.

04 · BLUT

A, B oder AB

Blutgruppe

Die Blutgruppe ist für die Verpaarungsplanung relevant. Trägt die Mutterkatze Blutgruppe B und entstehen Kitten mit Blutgruppe A, kann es nach der Geburt zu einer gefährlichen Unverträglichkeit über die erste Muttermilch kommen.

Was das Ergebnis bedeutet

Die Kenntnis der Blutgruppen ermöglicht es, Paarungen und die Versorgung direkt nach der Geburt vorausschauend zu planen.

05 · ABSTAMMUNG

Nachvollziehbar dokumentiert

Identität & Elternschaft

Genetische Marker können Identität und Elternschaft absichern. Die Zugehörigkeit zur Rasse wird dagegen über dokumentierte Abstammung, Stammbaum und den Zuchtverband belegt – nicht durch einen vermeintlichen ‚Reinrassigkeitstest‘.

Was das Ergebnis bedeutet

Diese klare Trennung verhindert übertriebene Versprechen und macht Zuchtentscheidungen nachvollziehbarer.

Vom Tier bis zum Befund

Ein Ergebnis ist nur so gut wie seine Einordnung.

Untersuchungen sind kein Qualitätssiegel zum Ankreuzen. Sie werden eindeutig zugeordnet, fachlich bewertet und in die Zuchtentscheidung einbezogen.

  1. 01

    Probe

    Blutprobe oder geeignetes Genmaterial werden eindeutig dem Tier zugeordnet.

  2. 02

    Labor

    Ein spezialisiertes Labor untersucht die ausgewählten Marker beziehungsweise Infektionserreger.

  3. 03

    Einordnung

    Ergebnisse werden zusammen mit Abstammung, Alter, Gesundheitszustand und Zuchtplanung bewertet.

  4. 04

    Dokumentation

    Befunde bleiben in den Tierunterlagen und können bei ernsthaftem Interesse eingesehen werden.

Transparenz vor Ort

Nachweise dürfen Fragen beantworten.

Die Laborbefunde und Zuchtunterlagen werden tierbezogen aufbewahrt. Wer sich ernsthaft für eine Katze interessiert, kann sich die relevanten Nachweise erläutern lassen und einsehen.

Infektionsvorsorge

Schutz heißt testen, impfen – und Grenzen kennen.

Es gibt keinen einzigen Labortest auf „alle ansteckenden Krankheiten“. Gute Vorsorge kombiniert gezielte Diagnostik mit Impfschutz, Hygiene, Beobachtung und tierärztlicher Betreuung.

Unser Vorgehen

Infektionstests werden passend zu Zuchtstatus, Neuzugang und Risikosituation ausgewählt. Unsere Zuchttiere erhalten nach tierärztlich abgestimmtem Plan auch den FeLV-/Leukose-Impfschutz.

Ein Baustein des FIV-VirusDieses Capsidprotein bildet einen Teil der Proteinhülle um das Virus-Erbgut und wurde aus echten Forschungsdaten rekonstruiert.Ziehen zum Drehen
PDB 5NA2 ↗
FIV

Felines Immundefizienzvirus

FIV schwächt das Immunsystem. Bluttests suchen meist nach Antikörpern; Zeitpunkt, mögliche Vorbelastung und gegebenenfalls eine Bestätigung beeinflussen die Interpretation.

FeLV

Leukose

FeLV und Leukose bezeichnen dieselbe Virusinfektion. Je nach Situation kommen Antigen- oder PCR-Verfahren zum Einsatz. Unsere Zuchttiere werden außerdem nach tierärztlich abgestimmtem Plan gegen FeLV geimpft.

FIP

Felines Coronavirus

FIP entsteht im Zusammenhang mit mutierten felinen Coronaviren. Es gibt keinen einfachen Vorsorgetest, der bei einer gesunden Katze eine spätere FIP zuverlässig vorhersagt oder ausschließt.

FPV

Katzenseuche

Bei der felinen Panleukopenie stehen Impfschutz, Hygiene und tierärztlich ausgewählte Diagnostik im Vordergrund. Getestet wird gezielt – etwa bei Verdacht oder besonderer Risikosituation.

Warum das heraussticht

Seriosität zeigt sich auch im Wort „kann“.

Ein Gentest kann Risiken sichtbar machen. Er kann nicht jedes spätere Gesundheitsproblem verhindern.

Genau deshalb verbinden wir Laborbefunde mit Abstammung, tierärztlicher Begleitung, Beobachtung und einer Zuchtplanung, bei der das Tierwohl wichtiger bleibt als ein Termin.

Unterlagen persönlich besprechen

Ehrlich beantwortet

Was Tests können – und was nicht.

Bedeutet ein negativer HCM-Gentest, dass die Katze niemals HCM bekommen kann?

Nein. Der Ragdoll-Test erfasst die bekannte Variante R820W im MYBPC3-Gen. Andere genetische oder nicht genetische Ursachen einer Herzerkrankung werden dadurch nicht ausgeschlossen.

Sind FeLV und Leukose zwei verschiedene Krankheiten?

Nein. FeLV ist die Abkürzung für das Feline Leukämievirus; die Erkrankung wird im Deutschen häufig als Leukose bezeichnet. Test und Impfung sind zwei unterschiedliche Bausteine der Vorsorge.

Kann man eine gesunde Katze vorsorglich auf FIP-frei testen?

Nicht zuverlässig. Ein Antikörpertest weist den Kontakt mit felinen Coronaviren nach, kann aber eine spätere FIP weder sicher vorhersagen noch ausschließen.

Beweist ein DNA-Test die Reinrassigkeit?

Nein. Genetische Marker können Identität und Elternschaft bestätigen. Die Rassezugehörigkeit wird über nachvollziehbare Abstammung, Stammbaum und Registrierung beim Zuchtverband dokumentiert.

Gibt es einen Test auf alle ansteckenden Katzenkrankheiten?

Nein. Verantwortungsvolle Vorsorge kombiniert risikobasierte Tests, tierärztliche Untersuchungen, Impfungen, Hygiene und Beobachtung. Welche Diagnostik sinnvoll ist, hängt von Tier und Situation ab.

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